Fallschirmspringen, ein Erlebnis für Jedermann oder Extremsportart für Adrenalinjunkies?

Auf der Suche nach einer Freizeitbeschäftigung, die man nicht alle Tage erlebt, bin ich auf das Fallschirmspringen gekommen. Also ab zum lokalen Händler und einen Fallschirm gekauft und nach einer kurzen Einweisung durch einen erfahrenen Freund wird der Kumpel mit Helikopter in seinem Besitz angerufen. Dann noch 2 Freunde eingepackt und schon ging es los in Richtung Alamosee.

Der Pilot ließ mitten über dem Alamosee den Helikopter weit nach oben steigen und mit dem Blick in die Ferne spürte ich, wie mein Herzschlag immer lauter und stärker pochte. Ich blickte in Richtung Boden und straffte noch ein letztes Mal die Gurte des Fallschirms.

Hier der Blick aus dem Hubschrauber, herunter auf Sandy Shores
Im Hintergrund sind die Lichter der Innenstadt zu erkennen.

Der Pilot gab das Signal “GO!” und schon sprang einer nach dem anderen aus dem Hubschrauber. Gefühlt verlangsamte sich die Zeit und eine Sekunde fühlte sich an wie eine Minute. Wir rasten im freien Fall in Richtung Boden und das Gefühl war unbeschreiblich.

Dieses Foto im freien Fall hat meine Kollegin Kiwi Flemmli von mir gemacht.
Als Treffpunkt nach dem Sprung haben wir uns die Tauchschule am Alamosee ausgesucht.

Als wir näher Richtung Grund kamen, zog einer nach dem anderen die Reißleine und mit einem starken Ruck öffnete sich der Fallschirm. Die Gurte strafften sich und der Fall wurde gebremst. Ich griff nach den Zügeln und steuerte in Richtung Tauchschule am Alamosee. Um noch ein wenig das Gefühl von Freiheit zu genießen, zog ich an einer der Leinen und drehte noch ein paar Runden.

Hier ein weiteres Bild, welches meine Kollegin, die hinter mir flog, einfangen konnte.
Mit beiden Händen die Zügel fest im Griff, um eine sichere Landung zu garantieren.

So langsam war der Moment gekommen, wo wir uns auf die Landung vorbereiten mussten. Also hieß es, fokussieren und beide Leinen ziehen, um die Geschwindigkeit zu bremsen. Meine Füße berührten den Boden und ich lief die letzten Meter, bis ich sicher gelandet war. Ich löste die Gurte zum Fallschirm und atmete tief durch. Alles war gut gegangen, der Adrenalinspiegel senkte sich langsam wieder und ich klatsche mit meinen Freunden ab.

v.l.n.r. Liam Ryu, Charly Weiss und meine Kollegin Kiwi Flemmli

Wenn mir der Beruf mal zu stressig wird, oder ich allgemein einfach mal den Kopf frei bekommen will, dann hat sich das Fallschirmspringen für mich als perfekter Ausgleich zum Alltag entwickelt. Also, falls ihr, liebe Leser und Leserinnen, auch einmal den Kopf freibekommen wollt, schnappt euch einen Fallschirm, lasst euch von jemandem mit Erfahrung die korrekte Benutzung erklären und geht mit guten Freunden ab auf ein Erlebnis. Wer sich vorab ein wenig informiert, hat bei einem Fallschirmsprung nichts zu befürchten. Für Außenstehende wirkt diese Sportart vermutlich waghalsig und verrückt, aber nach meinem ersten Sprung habe ich mich direkt wohl gefühlt und war sicher im Umgang mit dem Fallschirm.