Glosse: Das große Schweigen von Los Santos, San Andreas

Es ist ein sonniger Tag in Los Santos, San Andreas. Die Wellen schlagen sanft gegen die Küste, und die Bürger flanieren gelassen durch die Straßen der Stadt. Doch hinter der malerischen Fassade brodelt es: Die Regierung von Los Santos hat sich das Schweigen zur höchsten Tugend erhoben.

Während in anderen Städten die Transparenz als ein heiliges Gut gilt, scheint in Los Santos eine andere Maxime zu herrschen: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Die hohen Damen und Herren der Regierung scheinen sich in einer Burg aus Schweigen und Intransparenz verschanzt zu haben. Ein Blick hinter die Kulissen? Fehlanzeige! Die Bürger und Bürgerinnen bleiben im Dunkeln, während die politischen Akteure wie Geister durch die Gänge der Macht schleichen.

Man stelle sich vor, man sitzt gemütlich am Frühstückstisch, liest die Zeitung und hofft auf Neuigkeiten aus den Ministerien. Doch was findet man? Leere Seiten. Oder besser gesagt, Seiten gefüllt mit nichtssagenden Phrasen und bedeutungslosen Floskeln. Man könnte fast meinen, die Regierung von Los Santos habe ein Abonnement auf Vernebelung und Verschleierung.

Gerüchte und Halbwahrheiten fliegen durch die Stadt wie die Möwen über dem Pier. Jeder weiß etwas, doch niemand weiß genaues. Die Transparenz, ein so oft beschworenes Wort, bleibt ein Phantom. Es ist, als hätte jemand ein riesiges Tuch über die Regierung geworfen, durch das weder Licht noch Information dringen kann.

Doch warum diese Heimlichtuerei? Haben die Politiker Angst, dass die Bürger und Bürgerinnen ihre Schwächen erkennen könnten? Oder steckt ein perfider Plan dahinter, der die wahren Absichten der Mächtigen verschleiern soll? Man weiß es nicht. Und genau das ist das Problem.

Ein wenig mehr Offenheit würde der Regierung gut zu Gesicht stehen. Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert, in dem Information und Kommunikation das A und O einer funktionierenden Demokratie sind. Doch in Los Santos scheint man sich lieber in der Vergangenheit zu suhlen, in einer Zeit, in der man noch glaubte, dass Unwissenheit ein Segen sei.

Doch die Zeiten ändern sich. Die Bürger und Bürgerinnen von Los Santos haben ein Recht darauf, zu wissen, was hinter den verschlossenen Türen ihrer Ministerien vor sich geht. Sie haben ein Recht auf Transparenz und Ehrlichkeit. Es wird Zeit, dass die Regierung ihren Mantel des Schweigens ablegt und sich den Menschen stellt.

In diesem Sinne, liebe Politiker von Los Santos: Reden ist manchmal eben doch Gold.

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