Glosse: Der Bürgermeisterposten – Eine Amtszeit im Dornröschenschlaf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es gibt Dinge im Leben, die lassen uns einfach nur den Kopf schütteln. Eines dieser Dinge ist unser lieber Bürgermeister, der anscheinend beschlossen hat, sich eine verlängerte Auszeit zu gönnen. Nein, er ist nicht etwa im Urlaub – das wäre ja noch zu entschuldigen – er ist schlichtweg abgetaucht. Man könnte meinen, er habe das Amt im wahrsten Sinne des Wortes in den Dornröschenschlaf versetzt.

Aber warum regt sich niemand? Wo bleibt der Aufschrei? Wo bleibt die Aktion?

Die aktuellen Wahlregularien sind so konstruiert, dass wenn ein Bürgermeister plötzlich seine Pflichten vernachlässigt oder das Amt niederlegt, der Posten bis zur nächsten Wahl vakant bleibt. Klingt praktisch, nicht wahr? Ein freier Stuhl im Rathaus, auf dem eine Staubschicht wächst, weil niemand die Zeit oder den Antrieb hat, sich darum zu kümmern. Der nächste Ansprechpartner? Das Ministerium des Innern. Doch wer von uns hat Lust, bei jedem Schlagloch, bei jeder ungelösten Frage, bei jedem Missstand direkt bei der Ministerin persönlich anzuklopfen?

Uns liegt nun vor, dass eine engagierte Privatperson beschlossen hat, die Initiative zu ergreifen und einen offiziellen Antrag auf Entziehung des Bürgermeisterpostens des aktuellen Amtsinhabers eingereicht hat. Diese Person sieht, wie viele von uns, die derzeitigen Regularien als äußerst problematisch an. Der direkte Kontakt zwischen Bürger und Bürgermeister ist nicht nur ein Grundpfeiler der Demokratie, sondern auch ein unerlässliches Mittel, um lokale Anliegen schnell und effizient zu lösen. Doch momentan? Fehlanzeige! Die Verwaltung verliert an Effizienz und die Bürger an Vertrauen.

Warum also wird nichts dagegen unternommen? Warum verharrt man in diesem unbefriedigenden Zustand? Man könnte meinen, es herrsche eine kollektive Lethargie. Vielleicht glaubt man, dass sich das Problem von selbst löst, oder man hofft auf ein Wunder. Doch Wunder sind selten und meist unwahrscheinlich.

Die Privatperson schlägt vor, dass in solchen Fällen der nächste Kandidat aus der letzten Wahl durch eine Abstimmung der Bürger bestätigt wird. Eine einfache Ja- oder Nein-Frage: „Akzeptieren Sie diesen Kandidaten als Ihren neuen Bürgermeister?“ So einfach könnte es sein, die Lücke zu füllen und die Verwaltung wieder in Gang zu bringen.

Doch bis dahin? Nun, bis dahin bleibt der Bürgermeisterstuhl leer, der Frust der Bürger wächst und wir alle müssen uns fragen: „Warum wird nichts unternommen?“ Diese Privatperson hat jedenfalls genug und hat offiziell den Antrag gestellt, dem derzeitigen Bürgermeister das Amt zu entziehen.

Sollte niemand weiterhelfen wollen oder können, wird die Privatperson nicht zögern, höhere Instanzen zu kontaktieren, die sich dann mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Denn es kann nicht sein, dass ein Amt, das so wichtig für das Wohl unserer Stadt ist, einfach im Leerlauf dahinvegetiert.

Es bleibt zu hoffen, dass bald jemand aufwacht und merkt, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern. Bis dahin bleiben wir wohl weiterhin ohne direkten Ansprechpartner und können nur darauf hoffen, dass sich der Dornröschenschlaf unseres Bürgermeisters nicht in eine Ewigkeit verwandelt.

One thought on “Glosse: Der Bürgermeisterposten – Eine Amtszeit im Dornröschenschlaf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert