Hall of Fame: Im Gespräch mit Leona Bey – Die Künstlerin hinter dem Tattoo-Studio „ThePit“ in Vespucci

Leona Bey, geboren 1997, ist eine 27-jährige Tätowiererin, die ihren eigenen Weg in der Branche gefunden hat. Mit ihrer Lieblingsfarbe Blau, insbesondere Cyanblau, hat sie eine inspirierende Karriere aufgebaut.

Wie kamen Sie auf die Idee, Tätowiererin zu werden?
Es begann als Hobbyprojekt. Ich habe beim alten Inhaber des Ladens viel gelernt und mich hochgearbeitet. Schließlich habe ich den Laden übernommen und mein Hobby zum Beruf gemacht.

Können Sie uns etwas über Ihren bisherigen Werdegang erzählen?
Ich bin 2018 eingereist und habe über zwei Jahre beim DPOS gearbeitet, wo ich für kurze Zeit eine Führungsposition innehatte. Danach habe ich einen Karrierewechsel zum LSC vollzogen, aber mein Tattoo-Studio war wichtiger und es war anstrengend, ständig außer Dienst zu sein.

Wie haben Sie Ihr Tattoo-Studio gegründet?
Ich habe den Laden übernommen, nachdem ich zuvor dort angestellt war.

Was inspiriert Sie in Ihrer künstlerischen Arbeit?
Der Kundenkontakt ist meine größte Inspiration. Jeden Tag treffe ich neue Kunden und Stammkunden. Die Vielfalt an Gesichtern und die Kreativität, die jeder Tag mit sich bringt, motivieren mich.

Was waren die größten Herausforderungen auf Ihrem Weg?
Bisher gab es keine wirklichen Herausforderungen, die mir schwergefallen sind.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Ich stehe auf und laufe zum Strand, um Sport zu treiben. Danach stehe ich im Laden und tätowiere viel. Am Ende des Tages mache ich den Kassensturz und gehe schlafen.

Was unterscheidet Ihr Studio von anderen Tattoo-Studios?
Die Mentalität und die Mitarbeiter machen den Unterschied. Ich liebe meinen Beruf und bin stolz auf meinen Laden. Wir sind motiviert, haben flache Hierarchien und agieren auf Augenhöhe. Kleine Aktionen wie Bonuszahlungen fördern zusätzlich die Zufriedenheit.

Welche Strategie verfolgen Sie, um Ihre Kundschaft zu erweitern und zu halten?
Rabattaktionen und ein freundliches Auftreten sind essentiell. Die Leute wissen, dass ich da bin, und im Notfall werde ich angerufen. Werbung mache ich beispielsweise auf G-Network. Privat bin ich seltener in den sozialen Medien aktiv.

Wie gehen Sie mit negativem Feedback oder schwierigen Kunden um?
Negatives Feedback ist in Ordnung, nicht jeder muss mich mögen. Schwierige Kunden verweise ich auch mal aus dem Laden. Ich bin nicht auf das Geld angewiesen und erwarte, dass man mit unseren Mitarbeitern und mir respektvoll umgeht.

Wie wichtig ist Ihnen die Balance zwischen Beruf und Privatleben?
Die Balance ist mir sehr wichtig, ich würde beides gleichsetzen. Tätowieren ist eine Art Freizeit- und Berufsalltag.

Welche langfristigen Ziele haben Sie für Ihr Tattoo-Studio?
Ohne konkrete Zahlen zu nennen, möchte ich, dass das Studio weiterhin erfolgreich ist und gute Umsätze erzielt.

Was raten Sie jemandem, der eine Karriere als Tätowierer anstrebt?
Just do it! Ein gewisses Maß an Begabung sollte man mitbringen. Man kann im nachhinein immer sagen: „Es klappt nicht!“.

Gibt es spezielle Projekte oder Kooperationen, auf die Sie besonders stolz sind?
Spezielle Projekte gibt es nicht, aber Kooperationen schon. Häufig werde ich vom LSC angesprochen und darf auf deren Events Werbung für mein Studio machen. Mit einigen Familien verstehe ich mich sehr gut und diese bekommen dann Rabatte. Wir sind gut vernetzt.

Wie gehen Sie mit dem Konkurrenzdruck in der Branche um?
Für mich gibt es keine Konkurrenz. Ich weiß, was für Arbeiten ich leiste. Konkurrenz würde das Geschäft beleben, aber meine Mitstreiter sehen das anscheinend anders.

Was war Ihr bisher stolzester Moment in Ihrer Karriere?
Es harmoniert hier einfach alles. Vielleicht die Blackarm-Aktion, auch wenn andere Mitstreiter diese Idee übernommen haben. Es war die Idee eines unserer Mitarbeiter, und ich schätze ihre Eigeninitiative, solch eine Aktion auf die Beine gestellt zu haben.

Wir danken Leona Bey herzlich für das Interview und freuen uns, ihr mitteilen zu dürfen, dass sie fortan in den elitären Kreis der „Hall of Fame“ aufgenommen wird. Herzlichen Glückwunsch!

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