Von merkwürdigen Pflanzen und giftigen Dämpfen – Fortsetzung

Guten Tag, werte Bevölkerung von Los Santos

Der gestrige Tag war relativ ruhig. Es erreichten uns vereinzelte Meldungen über die abnormalen Pflanzen, deren Auswucherungen sich allerdings vergrößert haben. Es gab immer wieder Personen, die den schwarzen Ausdünstungen der Pflanzen zu nahe kamen und bewusstlos wurden. Sie klagten anschließend über gereizte Atemwege, Schwindelgefühl und den beißenden, übelriechenden Geruch, den die Pflanzen absonderten. Ein Zivilist beschrieb mehr als Anschaulich den Geruch wie einen starken Furz. Wir durften anschließend erst einmal unsere Räumlichkeiten gut durchlüften.

Erschreckend war am gestrigen Tag allerdings die Meldung der Regierung. Es wurde ein Krisenstab einberufen, der sich mit Experten den Pflanzen widmete und, laut deren Aussage, “keine Gefahr von der neuartigen Pflanze ausgeht.”. Allerdings solle die Bevölkerung dennoch zum Eigenschutz einen Mindestabstand von 100 Metern zu den Pflanzen einhalten.

Die ganze Pressemitteilung nachzulesen auf gov.gvmp.de

An dieser Stelle fragt man sich doch, ob das alles so seine Richtigkeit hat? Wenn von der Pflanze keine Gefahr ausgeht, warum sollte man sich also von ihr fern halten? Und wenn von der Pflanze keine Gefahr ausgeht, wie erklären sich die sogenannten Experten, dass es mindestens ein Todesopfer gegeben hat und jede Person, die bisher mit den Ausdünstungen in Berührung gekommen ist, mit Ohnmacht und Atembeschwerden zu kämpfen hat?

Wir haben natürlich versucht, mit der Army zu sprechen: Kein Kommentar. Auch im Bezug auf die Person, die ins Humane Labs gebracht wurde, gab es bisher keine Auskunft. Heute am frühen Mittag bekam ich einen Anruf: Ein Soldat der U.S. Army informierte mich darüber, dass er über Stunden hinweg die Insel abfliegen würde und nach neuen Ausbrüchen der Pflanze suchen würde. Er stellte die Theorie auf, dass unter Umständen eine Kiste in irgendeiner Lagerhalle im Containerhafen so morsch geworden sein könnte, dass Sporen eben dieser Pflanze freigesetzt worden sind. Das würde zwar den Pflanzenwuchs im Hafen erklären, nicht aber, wie sie sich verbreitet hat. An allen bisher bekannten Orten haben die Pflanzen einen sehr ähnlichen Wachstumsstatus erreicht und bis auf das eine Vorkommen der Pflanze gibt es im Containerhafen keine weiteren. Um das Fort Zancudo hingegen gibt es verhältnismäßig mehr Vorkommen. Aber auch hierbei handelt es sich lediglich um eine Theorie, die allein dadurch widerlegt wird, dass die Pflanzen um das Fort herum auch nicht größer oder in ihrer Entwicklung fortgeschrittener sind, als alle anderen.

Bis heute Vormittag waren es 10 Vorkommen dieser Pflanze, die uns von der Bevölkerung gemeldet wurden. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht weiter wachsen oder gar Ableger an anderen Orten einen guten Nährboden finden. Anspruchsvoll scheint die Pflanze nicht zu sein, da sie sich auf jedem Untergrund wohl fühlt und weder Schatten noch Licht braucht. Stattdessen könnte man meinen, dass die Ausdünstungen ihr Nährboden ist. Eine Art Microkosmos?

Damit ihr nun wisst, um welche Stellen auf der Insel ihr besser einen Bogen macht, hier einmal detailliert alle bisherigen Fundorte der Pflanzen. Die Karte wird aktualisiert, sollten noch weitere Fundstellen bekannt werden. Wir bitten euch also, uns gerne darüber zu informieren, solltet ihr welche finden. Achtet jedoch unbedingt darauf, dass ihr euch den Pflanzen nicht nähert! Eure Sicherheit ist wichtiger als ein detailliertes Bild der Pflanze!

Hier noch ein paar Fotos, die unsere Reporter gestern am späten Abend von manchen Pflanzenvorkommen gemacht haben: Tödlich schön?

Die Straße von der Yakuzatankstelle richtung Westhighway
An der Crusaiderstrecke, die stark beißenden Ausdünstungen sind deutlich zu sehen
Ölfelder
Containerhafen

Statusupdate 28.Oktober 2022, 17 Uhr: Die Pflanzen im Containerhafen haben sich DEUTLICH ausgebreitet und wuchern nun auch an nahegelegenen Stellen. Zudem scheint dort etwas anderes zu entstehen! Ich kam nicht nahe genug heran, um zu erkennen, um was es sich genau handelt.

Wir hoffen weiterhin, dass die Army, die ich auch dieses Mal nicht angetroffen habe, sich dem Ganzen mit erhöhter Aufmerksamkeit widmet und ernst nimmt, was dort passiert. Es ist klar sichtbar für jeden Menschen auf dieser Insel, daher wäre es angebracht, die Bevölkerung lückenlos aufzuklären!

Statusupdate 28.Oktober 2022, 17:28 Uhr: Eine Meldung erreichte uns, dass auch der Pflanzenwuchs im Windpark deutlich größer geworden sei und dort eine weitere Leiche gesichtet wurde. Noch ein namenloses Opfer?