Das Vanilla Unicorn – ein Kreislauf des Scheiterns

…doch liegt es wirklich an den Betreiber:innen?
Was ist eigentlich das Vanilla Unicorn?
Seit längerer Zeit hat das Vanilla Unicorn versucht sich in unserer Stadt als ein seriöses Etablissement mit stilvollem Tanz, handgemixten Cocktails und hochwertigen Whiskeys zu etablieren. Einige Wenige wagten den zum Scheitern verurteilten Versuch es weiterhin als einfaches Laufhaus zur Befriedigung niederer Triebe zu führen. Dabei lädt die offene Atmosphäre des Lokals zu einem fantasievollen und gemütlichen Abend unter Gleichgesinnten ein. Sowohl Tänzerinnen als auch Tänzer trainieren täglich, um allen Besucher:innen eine professionelle und stilvolle Performance auf der Bühne zu bieten. Viele schätzen es, dass sich das Unicorn nun schon lange vom alten Ruf des Laufhauses verabschiedet und beschlossen hat einen gehobenen Charakter mit einer Fantasie anregenden Umgebung zu kombinieren. Nacktheit und gewisse Dienste stehen schon sehr lange nicht mehr im Vordergrund. Stattdessen verzaubern Ästhetik und Anmut.
Obwohl die vorigen Betreiber:innen schon mehrfach das Unicorn an die jeweils Nächsten übergeben mussten, versuchen ihre Nachfolger:innen das stilvolle Konzept erneut zu verfolgen. Mit Begeisterung wird es von den Besucher:innen angenommen. Doch zum Kennenlernen des Lokals kommt es dennoch für viele Bürger:innen nicht. Warum ist das so?
Probleme kommen selten allein
Jede und jeder Besitzer:in des Unicorns kämpft mit denselben Problemen:
Personen, die schon mit viel Wut am Eingang des Lokals ankommen. Meistens mit mehreren Leuten und bewaffnet in den unterschiedlichsten Ausführungen. Die Security des Unicorns ist eines der Hauptorgane des Etablissements. Wenngleich diese in der aktuellen Führung stark aufgestellt ist, kam es dennoch am letzten Freitag zu furchtbaren Szenen. Mehrere Mitarbeitende des Unicorns wurden mit dem Messer niedergestochen oder schwer verletzt. Die Security fürchtete um das Leben mehrerer Kolleg:innen. Auch wenn es von innen einen friedlichen Eindruck machte, kämpften die Mitarbeitenden der Security um die Sicherheit des Ladens und dessen Besucher:innen. Denn diese Situation war nicht die einzige, die den Betrieb unterbrechen, stören oder gar beenden wollte.
Auch das Wirtschaftsministerium schaute an diesem Abend inklusive des Secret Services im Unicorn vorbei. Routinekontrollen des Personals, die vermeintlich in regelmäßigen Abständen nötig und so diskret wie möglich umgesetzt werden. So jedenfalls der Ton der zuständigen Personen. Auch diese Kontrollen sind etwas, mit dem sämtliche Besitzer:innen des Unicorns zu kämpfen haben. Diskretion ist bei dem Aufgebot an Personal vom Secret Service eher eine Floskel. Binnen weniger Minuten hatten die Besucher:innen beschlossen den Laden zu verlassen. Ob freiwillig oder aufgefordert konnte niemand sicher bestätigen. Für eine gute halbe Stunde wurde der Betrieb unterbrochen. Hier könnte man sagen, dass es Routinekontrollen sind, mit denen sich alle Gewerbetreibenden abfinden müssen. Das mag auch richtig sein. Leider geschehen dennoch sowohl die Angriffe, als auch die Kontrollen in sehr regelmäßigen Abständen. In den schlimmsten Zeiten lagen beide Fälle für jeden Abend, an dem das Unicorn seine Türen öffnete, stets an der Tagesordnung. Ein laufender Betrieb, der Einnahmen generiert und Mitarbeitende adäquat bezahlt – unmöglich.
Gedanken zur Lage
Die Weazel News stellt die Frage hier an jede und jeden Bürger:in:
Hat das Vanilla Unicorn in der Form, in der es sich nun über mehrere Generationen an Besitzern versucht, in Ihren Augen keine Daseinsberechtigung? Ist es notwendig den Betrieb für wirklich jeden Abend zu stören, statt sich einfach auf eines der gemütlichen Sofas fallen zu lassen, die Drinks zu genießen, entspannte Gespräche zu führen oder sich von den Tänzen verzaubern zu lassen?
Wir fragen uns, wie viel Frust aus den Reihen unserer Stadt noch aufgestaut werden muss, bevor dieser in richtige Bahnen gelenkt werden kann.
Das Schlusswort als Appell
Hart arbeitende Mitbürger:innen, egal in welcher Branche investieren Zeit, Kraft und Organisation. Für viele von uns sind diese Dinge selbstverständlich. Genauso selbstverständlich sollte es sein, die Arbeit der anderen zu schätzen und ihren Wert zu erkennen. Amerika ist ein freies Land mit demokratischen Werten. Dazu zählt auch sich darüber bewusst zu werden, dass die eigene Freiheit endet, wenn sie die des anderen einschränkt.
Die Weazel News betont nochmals für ein Gleichgewicht unseres Zusammenlebens auf dieser Insel und in unserer schönen Stadt zu stehen. Wir rufen jeden und jede zur Solidarität und Hilfsbereitschaft auf. Lassen Sie uns gemeinsam den Weg des Erfolges für uns alle ebnen.


