
Ein Kommentar
Los Santos arbeitet hart, egal ob im lokalen Kaffee, in der Taxischicht oder im eigenen Methlabor, aber allen wird wohl oder übel auffallen, welche Steuerlast sie doch tragen.
Der Großteil ihrer Steuern geht mit Sicherheit an verschiedenste Arten von Strafverfolgung, also die Truppen, welche mit Spielzeugen für ganz große Jungs herumfuchteln dürfen. Aber nur die größten und bravsten Jungs dürfen mit den dicken Spielzeugen spielen, also Panzern, Jets und anderem Kriegsgerät. Wer tagtäglich Polizei oder Militär begegnet, fragt sich sicher, ob ihr Geld gut investiert ist und ob Kompetenz in unserem Sicherheitsapparat vorherrscht.
US Army: Langweilige Partys und chaotische Organisation
Fühlen sie sich sicher? Vertrauen Sie staatlichen Institutionen? Fürchten sie sich nicht, denn die US Army ist hier, um sie zu verteidigen, wenns denn gerade passt. Denn wenn mal tatsächlich was los ist, wird jeder Bürokrat nach Fort Zancudo evakuiert und die Bevölkerung bleibt im Dunkeln.
Wenn man Glück hat, kriegt man auch als Normalsterblicher Fort Zancudo mal zu sehen, wie z.B. unser Weazel News Team am vergangenen Independence Day, wozu die Army freundlicherweise einlud. Für jeden, der eine gute Show suchte, war das Spektakel doch etwas tröge. Für jeden Patrioten fehlte es an Größe und Feierlichkeit, und für jeden, der an der Veranstaltung teilnehmen wollte, mangelte es an einer rechtzeitigen Ankündigung.
Wir konnten selbst mit großen Mühen niemanden finden, der von den Feierlichkeiten beeindruckt war, bis auf die große Mehrheit der von uns Befragten, welche nicht einmal wusste, dass ein solches Event stattgefunden hat. Es war eine recht knappe Feier, gerade lang genug, um sich gegenseitig ein paar Medaillen auf die Brust zu heften und einen kleinen Fackelmarsch zu halten. Feierlich war es bestimmt, aber würdig dem 250. Geburtstag der Amerikaner gebührt es mit Sicherheit nicht.
Uniformiert oder uninformiert: Überforderung beim LSPD
Wenn sie blind einen Stein durch den Würfelpark werfen, treffen sie mit Sicherheit jemanden, der bereits Geisel gewesen ist, ob für einen Bankraub oder einfach nur zur persönlichen Unterhaltung. Los Santos ist nun mal chaotisch, wer in solch einer Stadt lebt, sollte sich jedoch durch das LSPD geschützt fühlen.
Allerdings wird vielen schnell klar: Vor Polizei und Militär sollte man sich genauso in Acht nehmen wie vor manchen Geiselnehmern, denn sobald unser geliebtes staatliches Gewaltmonopol an der Szene der Straftat ankommt, besteht immer die Chance, dass das LSPD heute doch eher schießwütig und nicht verhandlungswillig ist.
Menschenleben scheinen selten von Priorität zu sein, wie zuletzt auch durch diverse Terroraktionen klar wurde. Der Öffentlichkeit wird garantiert, dass nur dem Staat selbst Gefahr droht, während man sich in Bunkern versteckt und zu Terroristen Deklarierte Wilde mit Waffen die Bevölkerung von Los Santos bedrohen.
Wenn uns die aktuelle Gefahrenlage eines über unsere Sicherheitskräfte lehrt, dann, dass es keinen Grund gibt, sich unsicher zu fühlen, solange sie, umgeben vom Secret Service, in einem bombensicheren Regierungsbunker sitzen.


