Sinnflut: -Sklave in deinem Spiel-

Sinnflut: -Sklave in deinem Spiel-

-Sklave in deinem Spiel-

Ich sah dich im Traum, fühlte mich wohl bei dir,

Nun bin ich wach, doch wünschte ich wär´s nicht.

Eine Welt voll unbegrenzter Möglichkeiten,

Du offenbartest sie mir,

aber nur um mich zu schmälern.

Meine Welt liegt nun in Trümmern,

Doch zwischen ihnen eine Gabelung auf meinem Weg,

Welche Richtung muss ich wählen?

Wähle ich eine, verblasst die andere,

doch wähle ich die andere, so verblasst die Erste.

Du ließest mich zurück voll Fragen und Kummer,

Meine Gedanken rasen ohne Rast,

Wie ein Wasserfall auf den wir zusteuern.

Gemeinsam gefangen im selben Boot,

Ohne Ruder, gefesselt an jenen Kahn.

Der einzige Trost: dasselbe Schicksal uns ereilt,

Sterbe ich, so stirbst auch du mir gleich.

Jede Sekunde bringt uns näher an den Sturz,

Die Erlösung, die Stille und den Einklang mit uns selbst.

Ich bin unentschlossen, will fort,

Doch du ließest mich niemals gehen.

Wir stürzen hinab, der Sturz ist Tief, der Aufprall hart.

Doch die Erlösung uns bleibt versagt.

Nun treibe ich weiter, Ruderlos ohne Rast,

Die Weiten des Meeres verschlingen uns.

Unter deiner Kontrolle lebe ich,
Gefesselt an deine Herrschaft.
Ich bin dein Sklave, du genießt es still.
Jede Handlung bleibt bedeutungslos,
Nichts bewegt sich, nichts geschieht.
Wir treiben weiter,
In diesem endlosen Spiel, das man Leben nennt,
Hilflos, machtlos, ohne Ausweg.

-M.S.

Sinnflut– Deine Stimme fehlt noch

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