BREAKING NEWSNachrichten werden geladen...

Ein Manifest

vor etwa 7 StundenPolitik
Ein Manifest

Ein Kommentar

Die Bevölkerung Los Santos, welche aus den Fraks und Gangs hervorging, kann ihre Wut gar nicht politisch verallgemeinern. Geblendet von der Überflusswirtschaft, von schnellen Autos und poolisierten Villen sieht sich keiner in der Verantwortung, eine bessere, faire und gleiche Gesellschaft zu manifestieren!

Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als terroristisch verschrien worden wäre? Wo die Oppositionspartei, die den reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf der Gewalttätigkeit nicht zurückgeschleudert hätte?

Opposition ist nicht nur unerwünscht, sondern auch unauffindbar in jeder Facette der Gesellschaft. Nicht nur eine Erneuerung, sondern eine gänzliche Neugeburt einer Opposition ist nötig, um die politischen Gegensätze und Fragen des Tages aufzulösen.


Die Politischen Umstände

Unter herrschender Klasse sind alle die zu verstehen, die über den brennenden Scheiterhaufen regieren, der sich Los Santos nennt. Ein Theater der Gewaltentrennung und Demokratie, welches jede Chance nutzt, um einander auf die Schulter zu klopfen für Erfolge, die kaum welche sind, mit einer Macht, die sie nicht besitzen sollten. Die Macht der herrschenden Klasse liegt kaum in den Positionen, die von ihr kontrolliert werden, sondern vielmehr in dem Netzwerk, aus dem sich besagte Klasse emporhebt.

 

Eine Unterschicht mag auf den ersten Blick in Los Santos nicht sofort feststellbar sein, jedoch stellt jedes Mitglied besagter Unterschicht schnell fest, wer und wer nicht zur Oberschicht gehört. Die Unterschicht lässt sich nicht anhand von Goldketten und Villen von den elitären Clubs und Netzwerken unterscheiden, sondern vielmehr durch nicht vorhandenen Einfluss, familiäre Verbindungen und direkten Zugriff auf die Zentren der Macht von Los Santos.


Der Schlussstrich

Man möchte meinen, die Unterschicht, auch wenn sie sich als solche nicht verstehen mag, ist politisch uninteressiert. Fakt ist jedoch: Der Durchschnittsbürger hat enorme politische Anliegen, welche der Staat Los Santos nicht ernst nimmt. Warum auch, denn die einzelne Stimme ist ja weder gefragt noch würde sie etwas in nicht stattfindenden Wahlen ändern.

Wie kommt man also aus dieser aussichtslosen Situation?
Das Ziel sollte sein, die drei Zentren der Macht von Los Santos zu erodieren. Zunächst die Krisenstabler und Militaristen, welche das tagtägliche Geschehen fest im Griff haben. Genau so die korrupte Justiz, welche sich beauftragt fühlt, die Farce von Regierung zu rechtfertigen und zu verteidigen. Zuletzt ebenfalls die Bosse und CEOs von Los Santos, welche das System tolerieren und von ihm profitieren, z.B. durch einen Mangel an Arbeitsschutz oder Mindestlöhnen.

Selbstverständlich wird im autoritären Los Santos kein Bürgermeisterkandidat die Probleme lösen
Als Vorhut des Wandels muss also eine außerparlamentarische Partei entstehen, um die offenliegenden Probleme des Tages zu lösen und das alte System, welches Unterdrückung und Misere sponsort, somit abzulösen.


Wer genau aufpasst, kann die kommenden Zeiten wie ein Raubtier erschnüffeln – Tumult kann und wird das
Deck des zusammenfallenden Kartenhauses namens Los Santos neu mischen.
Seien Sie sich bewusst, auf welcher Seite Sie stehen wollen!